Diät in der Antike
Den Trennkostgrundsätzen liegt eine kontrovers diskutierte, aber wissenschaftliche Basis zugrunde. Vor der ungünstigen Kombinationen einiger Lebensmittel haben bereits altrömische Mediziner gesprochen, sie forderten auf, mit Vorsicht gesalzene, gesüßte, gebratene und sehr fettige Speisen zu konsumieren.
Auch der persische Arzt Avicenna hat davon abgeraten, gleichzeitig Milch und saure Lebensmittel zu genießen. Er glaubte, dass man leicht und schwer verdauliche Produkte nicht mischen darf. Außerdem hat dieser große Mediziner die Meinung vertreten, dass die Mischkost wesentlich öfters zur Überernährung führt als eine partiell einseitige Ernährung. Der berühmte russische Wissenschaftler und Akademiker Ivan Pavlov hat bewiesen, dass der menschliche Körper für verschiedene Arten der Nahrung unterschiedliche Verdauungssäfte produziert. Viele moderne Wissenschaftler und Trennkostanhänger glauben, dass sowohl der größte Teil der Zivilisationskrankheiten, als auch Stress- und Depressionsanfälligkeit eines Menschens mit dem, was und in welcher Reihenfolge er isst, verbunden sind.
Bei der Verdauung unterschiedlicher Produkte sind verschiedene Fermente beteiligt. Wenn der Mensch zugleich Eiweisstoffe und Kohlenhydrate verspeist, produziert sein Organismus unterschiedliche Fermentenarten. Da diese Fermente eine differenzierte Umwelt bedürfen (alkalische oder saure), fangen sie an, sich entgegenzuwirken. Die Verdauung verlangsamt sich, die Bekömmlichkeit sinkt schlagartig, und das gesamte Verdauungssystem wird erheblich stärker belastet.
Der Bekömmlichkeitsgrad hängt unmittelbar von dem für die Verdauung des jeweiligen Produktes erforderlichen Umfeld ab. Welche Nahrungsmittel gut kombinierbar sind, erfahrt Ihr in unserer Trennkosttabelle.